3.12.2023

Sichtbare Reparatur , sichtbare Heilung, sichtbares Flicken


 Mein Jeanshemd begleitet mich schon viele Jahre im Alltag. An einigen Stellen ist es dünner geworden. 

Ich habe eine Menge Stoffreste aus der Zeit, in der ich gerne Puppen für meine Kinder genäht hatte. Später entstanden Puppen  für meine Enkelkinder. Eine Puppe möchte ich noch nähen. Ein kleiner Nachzügler ist neugierig auf diese Welt.

Die Stoffreste nutze ich zum Ausbessern vielgeliebter und benutzer Kleidung aber auch für Bettwäsche.

Viele denken, wenn ich es erzähle, dass es  eine Art von "Sparsamkeit" ist. Ein Müh ja, aber mehr eine Achtung gegenüber Dingen, die mich lange begleiten. Ich trage im Arbeitsalltag eine neues Hemd. Zu Hause liebe ich jedoch mein "altes" visible mending Hemd.

Hier zum Reparieren gibt es kein richtig oder falsch. Ich nehme einfach schöne Stoffreste und wandle die bekannte, japanische Sticktechnik Sashiko ab. Ich bin im Besitz vieler schöner, alter Stickgarne. Es sprach sich herum, dass ich noch sticke und so brachten mir einige Menschen aus der Umgebung ihre Reste. Reste, die für sie zu Schade waren einfach fort zu werfen. Ich freue mich darüber, wie Ihr sehen könnt.



2.22.2023

Mein 1. gewebter Teppich auf meinem Hochwebstuhl


 

Auf meinem Hochwebstuhl einfachster Art habe ich einen Teppich gewebt. Dieser liegt nun vor meiner Liege. Verarbeitet habe ich gewaschene Rohwolle hauptsächlich. Zwischendurch webte ich hangesponnene dicke Garne ein. Einige sind mit Pflanzen gefärbt aus meiner Umgebung.

Das Garn war zuwenig um ein anderes Projekt zu gestalten. Aber irgendwie wollten sie auch verarbeitet werden.

 

Der Frühling rückt immer näher und viele Pflanzen blühen schon. Trotzdem zeige ich Euch noch aus nicht mal 100 g Merinowolle meiner Schafe diese Wärmflaschenhülle. Die Anleitung habe ich aus dem weitem Internet geholt. Es gibt ja unendlich viele schöne Anleitungen. Ich mag es immer etwas einfacher. So kommt die schöne Wolle zur Geltung.

 



1.25.2023

Erinnerungen

 Ich habe letztens ein paar Fotos heraus gesucht für meine Tochter. Dabei habe ich diese Bilder wieder neu entdeckt. Es war so wunderbar sie zu sehen.

Diese Aufnahme zeigt unseren ersten Schafbock Hugo aus der damaligen Liebenberger Zucht aus dem Jahre 1987. So schöne Wolle und ich konnte noch nicht spinnen. Niemand konnte mir sagen, wer noch ein Spinnrad zu stehen hatte im Dorf. Viele Jahre später erfuhr ich, dass die Bäckerin spinnen konnte. Ich hatte als junge Mutter dann keine Zeit mehr. Dabei bin ich jede Woche dorthin gegangen und hatte Brot und Brötchen geholt. Hinter der Backstube zur Küche war eine kleine Kammer. Und da stand das Spinnrad. Wie oft stand ich in der Backstube und keiner hat,  weder das Spinnrad noch die alte Bäckerin noch ich haben den Wunsch von jedem geahnt.

Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1984. Schwiegereltern hatten 2 Milchschafe. Sie sollten nur das große Stück Gartenwiese kurzhalten. Sie wurden noch mit Hand geschoren.


Diese Aufnahme wurde in den 1980er Jahren aufgenommen. Sie zeigt meinen Vater bei der Arbeit. Damals gab es eine wöchentliche Sendung "Du und Dein Garten" sowie "Du und Dein Haustier".. Verschiedene Themen wurden angeschnitten unter anderem auch Schafzucht. Wir Kinder wurden öfters zu verschiedenen landwirtschaftlichen Terminen mitgenommen. Zur Schafschur und zum Hüte-Wettbewerb - das fand ich damals sehr aufregend.